Kündigungen des Kredits – Umschuldung

Einen Kredit zu kündigen ist für den Kreditnehmer meist eine teure Angelegenheit. Die Banken möchten von den Kreditnehmer nicht nur den Ausfall der Zinsen erstattet bekommen, sondern es fallen weitere Bearbeitungsgebühren durch eine Kündigung des Kredits an. Dies ist meist dann der Fall wenn es sich um eine außerordentliche Kündigung durch den Kreditnehmer handelt. Banken sind in vielen Fällen zwar zu einem vernünftigen Vertragsgespräch bereit. Allerdings verzichten Sie nur sehr selten auf die gesamten Kosten die durch die Kündigung anfallen. Um sich vor einer solchen Strafzahlung zu schützen sollte man bereits im Vorfeld die einzelnen Vertragsinhalte des Kreditvertrags beachten.

Viele Widerrufsbelehrungen sind fehlerhaft

Wer bereits lange an einem teuren Darlehen zahlt, kann unter Umständen ohne weitere Kosten aus seinem Vertrag. Viele Widerrufsbelehrungen über in Immobiliendarlehen sind fehlerhaft und ermöglichen den Verbrauchern einen Kredit vorzeitig auszulösen. Durch die falsche Widerrufsbelehrung startet die Widerrufsfrist nicht und der Kreditvertrag kann dadurch jederzeit gekündigt werden. Oft werden verwirrende oder unverständliche Erklärungen oder Formulierungen benutzt oder es wird oft keine Anschrift und Telefonnummer verwendet. Auch muss die Belehrung über die Kündigung eines Kredits hervorgehoben sein als der übrige Vertragstext. Dies kann durch eine fette Schriftart oder durch einen Rahmen erfolgen. Sollten Sie von der falschen Widerrufsbelehrung betroffen sein dürfen sie den Kredit jedoch nicht kündigen, sondern sie müssen in widerrufen. Das bedeutet sie zahlen als Kreditnehmer die Kreditsumme zurück und müssen lediglich eine Nutzungsentschädigung zahlen. Diese wird nach dem durchschnittlichen Zinssatz der Hypothekenkredite errechnet. Da viele Verbraucher bereits Zinsen bezahlt haben dürften diese Kosten überschaubar sein. Nach einer Studie zufolge sind etwa 98 % der Widerrufsbelehrungen in alten Kritiken fehlerhaft. Wer mit einem Anwalt klagt, hat gute Chancen für eine außergerichtliche Einigung. In etwa 90 % der Fälle versucht die Bank mit dem Kreditnehmer eine Einigung zu erzielen. Selbst wenn Sie bereits einen Kredits gekündigt haben und die anfallende Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt hat können Sie unter Umständen ihr Geld von dem Kreditinstitut zurückbekommen. Dafür darf der Vorfall aber nicht länger als drei Jahre zurückliegen, sonst sind sie bereits verjährt.

Leider benötigen sie meist anwaltlicher Unterstützung. Wer jedoch eine Rechtsschutzversicherung hat, kann eine große Summe des zu viel bezahlten Geldes wiederbekommen. Besonders bei Krediten mit einer hohen Kreditsumme lohnt es sich seinen Vertrag genauer durchzusehen. Auch Ältere Verträge die vor fünf Jahren oder länger abgeschlossen wurden sollten auf die Vertragsinhalte geprüft werden. Die damals lag der Zinssatz bei rund 5 Prozent. Durch die angebotenen, aktuellen Zinsen lässt sich auch hier viel Geld einsparen.

Umschuldung bestehender Kredite

Teure Kredite erkennt man meist erst dann wenn es bereits zu spät ist. Auch fallende Zinsen können bedeuten das Ihr aufgenommener Kredit teurer ist als er sein müsste. Wer bereits vor zehn Jahren einen Immobilienkredit aufgenommen hat, wird heute neidisch auf die angebotenen Zinsen blicken. Doch auch dieser Personenkreis kann von den aktuell angebotenen Zinskonditionen profitieren. Eine Umschuldung des aktuellen Kredits macht dies möglich. Doch nicht jede Umschuldung lohnt sich für den Kreditnehmer und man sollte dies bereits im Vorfeld berechnen.

Wie hoch ist die Vorfälligkeitsentschädigung die an den Kreditgeber gezahlt werden muss? Welche Kosten kommen für Ihren neuen Kredit zu der Restschuld und der Vorfälligkeitsentschädigung hinzu? Sollten diese Kosten höher sein als die Summe die Sie durch die niedrigen Zinsen einsparen können sollten Sie auf eine Umschuldung verzichten. Allerdings können Sie sich eine Anschlussfinanzierung suchen, die Sie abschließen können, wenn Sie eine vertragsgemäße Kündigung durchführen dürfen.

Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Entschädigung die Sie an den Kreditgeber zahlen müssen, wenn Sie Ihren aufgenommen Kredit oder das Darlehen bereits vor Ende der Vertragslaufzeit kündigen oder ablösen möchten.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Vorfälligkeitsentschädigungen die für den Kreditnehmer anfallen können. Zum einen gibt es die „Nichtabnahmeentschädigung“, diese muss vom Kreditnehmer gezahlt werden wenn der vereinbarte Kredit nicht in Anspruch genommen wird, es also zu keiner Auszahlung der Kreditsumme durch das Kreditinstitut kommt.

Außerdem gibt es noch die herkömmliche Vorfälligkeitsentschädigung. Diese fällt an, wenn das Darlehen oder der Kredit borzeitig gekündigt wird. Gründe können eine Umschuldung oder eine Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers sein.